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Steht die klassische Lebensversicherung vor dem aus?

News   •   Okt 12, 2015 09:00 CEST

Durch eine Änderung des Versicherungsaufsichtsgesetzes soll die europäische Eigenkapitalrichtlinie "Solvency 2" in deutsches Recht umgesetzt werden.

Folge der geplanten Änderung ist eine Abschaffung des sogenannten Garantiezinses. Allerdings war dieser Zinssatz bereits in den letzten Jahren stark gesunken. Während vor 25 Jahren noch 4 %  von den Versicherungsträgern garantiert wurden, ist dieser garantierte Zins aktuell auf  1,25 % geschmolzen. Glaubt man den Schätzungen von Rating-Agenturen, erreichen die Lebensversicherungen aktuell eine durchschnittliche Gesamtverzinsung von rd.  4 % und liegen mit dieser Verzinsung tatsächlich deutlich über den bisher garantierten Werten.

Nachdem die Attraktivität dieser Anlageform bereits in den vergangenen Jahren durch den Abbau von Privilegien für die Besteuerung der Zinsen aus Lebensversicherungen verloren hat, nimmt die geplante Änderung den Versicherern ein weiteres Verkaufsargument.

Der Gesetzesentwurf liegt dem Bundestag  bis zum 6. November 2015 zur Anhörung vor.

Die gute Nachricht: Die geplanten Änderungen betreffen nur neue Lebensversicherungsverträge, die ab dem 1. Januar 2016 abgeschlossen werden. Für bereits laufende Verträge bleibt alles beim Alten.

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