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Neue Anforderungen an die Kassenführung ab 2020

News   •   Jan 17, 2020 15:01 CET

Sehr geehrte Damen und Herren,

bereits seit 2017 gelten strenge Regeln für die Kassenführung. Seitdem dürfen nur noch elektronische Kassensysteme verwendet werden, die jede Bonierung einzeln, nicht änderbar und dauerhaft elektronisch speichern. Außerdem müssen die digitalen Daten der Kassensysteme mindestens zehn Jahre ausgelesen und einem Betriebsprüfer übergeben werden können.

Ab dem Jahr 2020 werden die Anforderungen an elektronische Kassensysteme nochmals verschärft!Elektronische Registrierkassen müssen vor Ort an eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) anschlossen werden und dem zuständigen Finanzamt elektronischmitgeteilt werden, sobald die technischen Voraussetzungen dafür von Seiten der Finanzverwaltung geschaffen wurden.

Die Finanzverwaltung hat zwar eine Nichtbeanstandungsregelung bis Ende September 2020 für den Einsatz der TSE zugesagt. Allerdings müssen die technisch notwendigen Anpassungen und Aufrüstungen von Kassensystemen dennoch umgehend durchgeführt werden, um die rechtlichen Vorgaben unverzüglich zu erfüllen. Sofern noch nicht geschehen, sollten Sie sich daher umgehend mit dem Hersteller des verwendeten Kassensystems in Verbindung setzen, um zu klären, ob dieses aufrüstbar ist oder ausgetauscht werden muss.

Darüber hinaus ist wichtig, dass ab dem 1. Januar 2020für alle Registrier- und PC-Kassen sowie andere elektronische Kassensysteme eine Belegausgabepflichtbesteht. Dies bedeutet, dass jedem Kunden ein Beleg ausgedruckt oder ein elektronischer Beleg zur Verfügung gestellt werden muss. Insoweit muss dafür gesorgt werden, dass die Kasse diese Funktion ab 1. Januar2020 ununterbrochen gewährleistet.

Hinweis:

Die ab dem Jahr 2020 geplante Mitteilungspflicht von im Einsatz befindlichen Kassensystemen wurde zunächst ausgesetzt, bis die technischen Voraussetzungen seitens der Finanzverwaltung zur elektronischen Mitteilung gegeben sind. Schriftliche Mitteilung auf amtlichen Vordrucken sind zwischenzeitlich nicht notwendig.

Überprüfungen im Rahmen der Kassen-Nachnachschau

Seit 2018 dürfen die Finanzbeamten auch im Rahmen einer sogenannten Kassen-Nachschau unangekündigt Ihren Umgang mit einer Barkasse prüfen. Die Prüfer sind berechtigt, anonyme Testkäufe vor Ort durchführen, um zum Beispiel zuprüfen, ob die Belegausgabepflicht beachtet wird.Die Kassenspezialprüfer der Finanzämter haben in den vergangenen Jahren fleißig Informationen gesammelt. Sie kennen sich mit vielen Kassensystemen besser aus als mancher Unternehmer. Wer also erst einmal abwartet, kann in wenigen Monaten eine böse Überraschung erleben. Eine nicht ordnungsgemäße Kassenführung, kann auch zu einem Verwerfen der gesamten Buchführung führen. Durch Hinzuschätzungen von Umsätzen können hohe Steuernachzahlungen drohen. Auch Bußgelder und die Einleitung eines Steuerstrafverfahrens stehen im Raum, wenn ein Kassensystem nachgewiesener Maßen nicht sachgemäß bedient wurde.

Details können Sie dem beigefügten Merkblatt „Kassenführung ab 2020“ entnehmen.

Bei offenen Fragen zu den Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten oder zur Kassenführung im Allgemeinen stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Gern können wir einen gemeinsamen Beratungsterminvereinbaren.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Hannes

Diplom-Finanzwirt

Steuerberater

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