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Jahressteuergesetz 2018 Teil 1: Ertragsteuerliche Änderungen

News   •   Nov 30, 2018 14:00 CET

  Ertragsteuerliche Änderungen

  • § 3 Nr. 26 EStG: Die steuerfreie Übungsleiterpauschale wird auf Tätigkeiten für juristische Personen des öffentlichen Rechts (j.P.d.ö.R.) ausgeweitet, die in der Schweiz belegen sind. Bisher waren nur Tätigkeiten für j.P.d.ö.R. innerhalb der EU und des EWR begünstigt.
  • § 3 Nr. 34 EStG: Zusätzliche - zum ohnehin geschuldeten - Arbeitslohn erbrachte Leistungen des Arbeitgebers zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands des Arbeitnehmers bis 500 Euro sind nur dann steuerfrei, wenn die Leistung entsprechend zertifiziert wurde. Dies wurde im Gesetz durch Verweise auf die §§ 20a bis 20c SGB V entsprechend konkretisiert.
  • § 6 EStG: Erleichterungen bei der privaten Nutzungswertbesteuerung für Elektro- und Hybridfahrzeuge. Für Fahrzeuge, die in den Jahren 2018-2021 angeschafft werden, kann bei der 1-%-Regelung alternativ zur Kürzung der Anschaffungskosten um das Batteriesystem (vgl. Ertragsteuerliche Erleichterungen für Elektro- und Hybridfahrzeuge) lediglich die Hälfte der regulären 1-%-Regelung angesetzt werden. Bei der Fahrtenbuchmethode können dem entsprechend lediglich die Hälfte der Aufwendungen angesetzt werden.
  • § 49 Abs. 1 Nr. 2 EStG: Inländische Einkünfte aus Gewerbebetrieb liegen unter den weiteren Voraussetzungen des § 17 EStG bei Veräußerung nach dem 31. Dezember 2018 in Höhe der Wertänderung (nach dem 31. Dezember 2018) auch dann vor, wenn lediglich der Anteilswert an einer Kapitalgesellschaft innerhalb eines Jahres vor der Veräußerung unmittelbar oder mittelbar zu mehr als 50 Prozent auf inländischem unbeweglichen Vermögen beruht. Diese Vorschrift wurde zusätzlich um eine Veräußerungsgewinnermittlungsvorschrift ergänzt. Als Auffangtatbestand werden Veräußerungsgewinne aus solchen Beteiligungserträgen den inländischen Einkünften aus Kapitalvermögen zugewiesen.
  • § 14 KStG: Rückwirkende Erweiterung der Voraussetzungen einer ertragsteuerlichen Organschaft (anzuwenden auf alle offenen Veranlagungszeiträume): Der ganze Gewinn gilt danach auch dann als abgeführt, wenn die vereinbarten und geleisteten Ausgleichszahlungen

    a) über den Mindestbetrag nach § 304 Absatz 2 Satz 1 AktG hinausgehen, diese aber
    b) den Gewinnanteil nicht überschreiten, der ohne den Gewinnabführungsvertrag
    zugeflossen wären.
  • § 8c Abs. 1 S. 1 KStG: Die Regelung zum schädlichen Beteiligungserwerb soll rückwirkend für Erwerbe der Jahre 2008 bis 2015 nicht anwendbar sein. Gem. § 36 Abs. 2d GewStG n. F. soll dies für gewerbesteuerliche Verluste entsprechend gelten.

Update I (03.08.2018): Die Bundesregierung hat am 01.08.2018 den Entwurf des JStG 2018 beschlossen. Das Gesetzgebungsverfahren wird unter dem neuen Titel "Gesetz zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften" fortgeführt.

Das BMF hat am 26.06.2018 einen ersten Referentenentwurf für das Jahressteuergesetz 2018 vorgelegt. Die Änderungen sind vorwiegend redaktioneller bzw. klarstellender Art. Die wesentlichen Änderungen werden nachfolgend dargestellt:

  • I. Ertragsteuerliche Änderungen
  • II. Umsatzsteuerliche Änderungen (Artikel erscheint am 07.12.2018)

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