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Gewinnausschüttungen einer GmbH - auch Gesellschafter mit geringer Beteiligung können das Besteuerungsverfahren wählen

News   •   Okt 19, 2015 09:00 CEST

Bei Gewinnausschüttungen einer GmbH können auch Gesellschafter mit einer Beteiligung ab 1% zwischen Abgeltungsteuer und individueller Bersteuerung wählen. Abgeltungssteuersatz oder Versteuerung mit dem individuellen Einkommensteuertarif - was ist günstiger? Bei der Besteuerung von Gewinnausschüttungen an einen Anteilseigner einer Kapitalgesellschaften sieht § 32d EStG bei Einkünften aus Kapitalvermögen die Option vor, die pauschale 25 %-Besteuerung mittels eines Antrags zu vermeiden und zum Teileinkünfteverfahren zu wechseln. Allerdings muss der Gesellschafter entweder mindestens 25 % an der Kapitalgesellschaft beteiligt sein oder mindestens mit 1 % beteiligt sein und für Unternehmen beruflich tätig sein.

Der Bundesfinanzhof urteilt aktuell, dass es nicht darauf ankommt, dass an die „berufliche Tätigkeit“ eines Gesellschafters besondere Anforderungen geknüpft werden. Insoweit eröffnet diese Rechtsauffassung auch Gesellschaftern mit geringer Beteiligung die Möglichkeit, einen Belastungsvergleich vorzunehmen und bei der Besteuerung der Kapitaleinkünfte aus einer solchen Beteiligung die günstigere Besteuerungsart zu wählen.

Bisher lehnte das Finanzamt den entsprechenden Antrag ab, wenn es keinen maßgeblichen Einfluss der angestellten GmbH-Gesellschafterin auf die Geschäftsführung der Kapitalgesellschaft feststellen konnte.

Der BFH widersprach dieser Ansicht.

Gern berechnen wir für Sie den günstigsten Weg Ihre Gewinnausschüttung zu besteuern-dann bleibt netto einfach mehr übrig.

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