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Ertragsteuerliche Erleichterungen für Elektro- und Hybridfahrzeuge ...... Brennstoffzellenfahrzeuge ebenfalls begünstigt!

News   •   Nov 09, 2018 14:00 CET

Update:

Mit Schreiben vom 24.01.2018 hat das BMF bekannt gegeben, dass die Begünstigung bei der privaten Nutzung von betrieblichen Elektro- und Hybridfahrzeugen auch auf Brennstoffzellenfahrzeuge anzuwenden ist, da beide Speicherenergien vergleichbar sind (Hinweis: die Batterie- bzw. Wasserstofftankkapazität wird jeweils in kWh angegeben). Bei Brennstoffzellenfahrzeugen sollen sich die Minderbeträge für die private Nutzungsbesteuerung aus der Zulassungsbescheinigung (Teil 1 Ziffer 22 - Bemerkungen und Ausnahmen: Angabe der KWh-Kapazität) ergeben.

Das BMF hat sich mit Schreiben vom 05.06.2014 zu den neuen Anwendungsgrundsätzen bei der Nutzung eines Hybridfahrzeuges für private Fahrten und für Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte/erster Tätigkeitsstätte geäußert.

Das BMF-Schreiben regelt den sachlichen Anwendungsbereich und geht mit Beispielen auf die Anwendung dieser neuen Abschläge bei der 1%-Regelung unter Berücksichtigung der Kostendeckelung sowie bei der Kostenaufteilung nach Schätzungs- bzw. Fahrtenbuchmethode ein.

Die Regelung tritt rückwirkend ab 01.01.2013 in Kraft und ist letztmals für Elektrofahrzeuge und Hybridelektrofahrzeuge anzuwenden, die vor dem 01.01.2023 angeschafft, geleast oder zur Nutzung überlassen werden.

Hintergrund

Durch das Amtshilferichtlinien-Umsetzungsgesetz (ursprünglich bereits im Jahressteuergesetz 2013 geplant) wurde bei Fahrzeugen, die über einen Stromladeanschluss (sog. „Plug-In-Hybride“) verfügen, bei der 1%-Regelung ein pauschaler Abschlag vom Bruttolistenpreis eingeführt. Der Abschlag ist abhängig vom Zeitpunkt der Anschaffung und von der Leistungskapazität der Batterie. Die nachfolgende Tabelle gibt hierüber einen ersten Überblick:

Anschaffung
im Jahr
Abschlag
(in EUR je KWh)
Maximal
(in EUR)
Bei 6 kWh bspw.
(in EUR)
2013 oder davor 500 10.000 3.000
2014 450 9.500 2.700
2015 400 9.000 2.400
2016 350 8.500 2.100
2017 300 8.000 1.800
2018 250 7.500 1.500
2019 200 7.000 1.200
2020 150 6.500 900
2021 100 6.000 600
2022 50 5.500 300

Bei der Kostendeckelung sowie bei der Schätzungs- bzw. Fahrtenbuchmethode mindert dieser Abschlag die AfA-Bemessungsgrundlage. Wird das Fahrzeug geleast, können diese Abschläge von den Leasingraten abgezogen werden.

Sind die Kosten für die Batterie nicht im Anschaffungspreis bzw. in den Leasingraten enthalten, weil diese gesondert gemietet oder geleast wird, entfällt der Abschlag. Dafür bleiben die tatsächlich angefallenen Kosten für die Batterie (Miete, Leasing, Versicherung, Reparatur, Wartung etc.) bei der Ermittlung des Privatanteils unberücksichtigt.

Hinweis

Bei der Umsatzsteuer sind die oben genannten ertragsteuerlichen Abschläge für die Bestimmung der unentgeltlichen Wertabgaben laut BMF-Schreiben vom 05.06.2014 unbeachtlich.

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