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Anteilliger Vorsteuerabzug

News   •   Aug 23, 2019 14:00 CEST

Wenn (Zahn)Ärzte, Therapeuten und Pflegedienste neben umsatzsteuerfreien auch umsatzsteuerpflichtige Leistungen erbringen, können sie die entsprechenden Vorsteuerbeträge abziehen. Vollständig abzugsfähig ist die Vorsteuer aber nur, wenn die bezogenen Leistungen bzw. Gegenstände wirtschaftlich ausschließlich den steuerpflichtigen Leistungen zugerechnet werden können. Werden sie für steuerfreie Leistungen verwendet, ist der Vorsteuerabzug ausgeschlossen.

Häufig werden Leistungen bzw. Gegenstände jedoch sowohl für umsatzsteuerfreie als auch für umsatzsteuerpflichtige Leistungen verwendet. Dann sind die Vorsteuerbeträge in abziehbare und nicht abziehbare Vorsteuern aufzuteilen. Das geschieht in der Regel nach dem Verhältnis von steuerfreien zu steuerpflichtigen Umsätzen.

Etwas Anderes kann für Praxisgrundstücke gelten, da das Verhältnis der Wohn- bzw. Nutzflächen zueinander eine wirtschaftlich präzisere Aufteilung ermöglicht. Ein (anteiliger) Vorsteuerabzug aus Aufwendungen für die Nutzflächen ist aber nur möglich, wenn das Praxisgrundstück dem Unternehmensvermögen zugeordnet wurde. Dafür sollte möglichst ein gesondertes Schreiben beim Finanzamt eingereicht werden. Aus dem Schreiben müssen die Zuordnung und der Aufteilungsschlüssel bezüglich der Wohn- und Nutzflächen hervorgehen.

Hinweis

Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes ist der (anteilige) Vorsteuerabzug aus bezogenen Leistungen oder Gegenständen sogar dann zulässig, wenn die unternehmerische Nutzung weniger als 10% beträgt.

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